Wenn man hundert Suchmaschinenoptimierer danach fragt, welches die zehn wichtigsten Faktoren sind, wegen derer es eine Website nach ganz vorn in die Ergebnislisten der Suchmaschienen schafft, bekommt man ebenso viele Antworten.
Manche Optimierer sind darum dazu übergegangen als Garant für eine gute Position zu benennen. Und obwohl Suchmaschinenoptimierung keine exakte Wissenschaft ist, und Links, mehr Links und noch viel mehr qualitative, themenrelevante Links unbestritten und auf lange Sicht der entscheidende Faktor für ein gutes Ranking ist: Dorthin führen wie nach Rom viele Wege, die im Grunde alle richtig sind und in Kombination dazu führen, das sich nicht nur die Suchmaschine, sondern eben auch der Benutzer zurecht findet, bleibt und auch mal von allein wiederkehrt.
Mit all den Faktoren, viele darunter auch Mythen und Legenden, konfrontiert SEOmoz, ein von ihrer Community mitgestaltetes englischsprachiges Magazin und veröffentlicht im Anschluss eine nach Wichtigkeit und übereinstimmendem Dafürhalten gestaltete Aufstellung, aufgeteilt in On-/Offsite-Maßnahmen, nach solchen mit positiven aber auch denen mit negativen Auswirkungen.
Man erfährt beispielsweise, das zwei von drei Optimierern darin übereinstimmen die Verwendung des Suchwortes im Titel, dessen führende Platzierung darin und im Domainnamen von hoher Wichtigkeit ist, um zu einem Suchbegriff berücksichtigt zu werden, ebenso besteht darin Übereinstimmung das die “Keywords” im Meta-Tag keywords zu platzieren keine Auswirkung hat.
Doch schon im zweiten Abschnitt wird klargestellt, das allein die Fixierung auf die Verwendung der Suchbegriffe ohne sie behandelnde Inhalte nicht ausreicht. Was als “substanzielle” Inhalte gilt, aber “unique”, also einzigartig, wird als Stichwort aufgegriffen. Mehrwert, einzigartigen Mehrwert anzubieten, mit dem der Besucher befriedigt wird, klingt zwar verdächtig nach dem im gestrigen Beitrag erwähnten Grundlagenseminar von Matt Cutts, doch liegen damit sowohl die Suchmaschinenoptimierer als auch die Softwareentwickler von Google und Microsoft richtig: Allein der Ausblick auf das hochintegrierte Web 2.0 und seinem semantischen Anspruch machen es Optimierern zukünftig schwerer allein mit Hilfe zusammengewürgten Mülls auf den vorderen Seiten zu erscheinen, und wenn dann höchstens für den Bruchteil der Stunden, Tage und Monate, bis die neuen Methoden erkannt und der Algorithmus der Suchmaschinen angepasst wurde.
Widmet man sich nur den Faktoren, die bei den Befragten eine hohe Übereinstimmung hervor riefen, ist man ohnehin bald wieder bei den zu Anfang erwähnten Links und deren Gestaltung. Beispielsweise dem Suchwort in verweisenden Seiten und natürlich den Links, die Verteilung eingehender Links auf möglichst viele unterschiedliche Domains Hosts Netzblöcke.
Jedem, der sich auch nur um ein moderates Ranking seiner Website zu bestimmten Suchbegriffen bemühen möchte, seien die halbwegs regelmäßige veröffentlichten SEOmoz Searchengine Ranking Factors ans Herz gelegt, denn die Zeit der Glückstreffer ist vorbei, seit sich auch seriöse Unternehmen der Optimierung ihrer Präsenzen zu einschlägigen Suchbegriffen, ja sogar Gattungsbegriffen angenommen haben, ja sogar zunehmend Inhouse-Optimierer sich um die Pflege glänzender Kontakte zu den Suchmaschinen bemühen.
Danke an Blogs optimieren für die Erinnerung an dies Referenzwerk!